Wissen zur Digitalisierung

Bestandsschonend oder destruktiv: Welches Scanverfahren passt?

Beim bestandsschonenden Scannen bleibt die Bindung erhalten. Beim destruktiven Verfahren wird der Buchrücken abgetrennt. Welche Methode infrage kommt, hängt vom Zustand, dem gewünschten Ergebnis und der Bedeutung des gebundenen Originals ab.

Welches Scanverfahren passt zum Bestand?

Beim bestandsschonenden Scannen bleibt die Bindung bestehen. Öffnungswinkel, enge Buchränder und empfindliches Papier bestimmen, wie sich ein Werk erfassen lässt. Vor der Bearbeitung klären wir den Zustand und den Umgang mit dem Original.

Beim destruktiven Scannen wird der Buchrücken abgetrennt. Die losen Seiten lassen sich anschließend einzeln erfassen. Das gebundene Original wird dabei dauerhaft verändert; deshalb setzen wir dieses Verfahren ausschließlich nach vorheriger Abstimmung ein.

KriteriumBestandsschonendDestruktiv
BindungBleibt bestehenWird aufgetrennt
Typischer EntscheidungsgrundDas gebundene Original soll erhalten bleibenDie Veränderung des Originals ist ausdrücklich erlaubt
Vorab zu klärenZustand, Öffnungswinkel, vollständige ErfassungFreigabe zum Auftrennen und Umgang mit losen Seiten

Was erhalten Sie nach der Digitalisierung?

Ein Scan ist zunächst eine Abbildung der Seite. Für die reine Lektüre kann eine geordnete PDF-Datei genügen. Für andere Arbeitsabläufe können einzelne Bilddateien, beispielsweise TIFF, sinnvoll sein. Dateinamen, Seitenreihenfolge und Ausgabeformat stimmen wir vorab ab.

Durchsuchbarer Volltext entsteht durch einen zusätzlichen OCR-Schritt. Bibliografische Metadaten und die Aufteilung eines Zeitschriftenbandes in Artikel sind weitere Leistungen. So bleibt klar, was zur vereinbarten Lieferung gehört.

  • Digitale Seiten in vereinbarter Reihenfolge und Benennung
  • Abgestimmte Bild- oder Dokumentenformate
  • OCR, Metadaten oder Artikelaufteilung je nach Projektumfang
  • Qualitätsprüfung anhand vorher festgelegter Kriterien

Welche Angaben brauchen wir für ein Angebot?

Hilfreich sind die Anzahl der Werke oder eine geschätzte Seitenmenge, das Format, der Zustand und einige aussagekräftige Beispielseiten. Nennen Sie auch das gewünschte Ergebnis: etwa eine lesbare PDF-Datei, durchsuchbare Texte oder Dateien für einen Katalog.

Auflösung, Farbe, Nachbearbeitung, Transport und Rückgabe werden projektbezogen vereinbart. Eine Musterdatei kann helfen, die erwartete Ausgabe vor einer größeren Bearbeitung abzustimmen.

Häufige Fragen

Kann jedes gebundene Buch bestandsschonend gescannt werden?

Das lässt sich ohne Blick auf das Material nicht pauschal zusagen. Bindung, Papierzustand, Format und zulässiger Öffnungswinkel beeinflussen die Durchführbarkeit. Deshalb prüfen wir das geeignete Vorgehen vorab.

Ist OCR beim Scannen automatisch enthalten?

OCR wird als eigener Bearbeitungsschritt vereinbart. Ein Scan allein enthält nicht zwingend durchsuchbaren oder kopierbaren Text.

Gibt es einen festen Preis pro Seite?

Wir erstellen ein individuelles Angebot. Seitenmenge, Zustand, Scanverfahren, Nachbearbeitung und weitere Datenaufbereitung bestimmen den Aufwand.

Ihr Projekt besprechen

Senden Sie uns Angaben zu Material, Umfang und gewünschtem Ergebnis. Daraus stimmen wir den Leistungsumfang und ein Angebot ab.

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